Nachhaltige Wiederaufforstung

Äthiopien ist überwiegend ein Agrarstaat. Dürren, Klimawandel und Eingriffe des Menschen haben große Teile der natürlichen Vegetation vernichtet. Die Natur kann sich nicht mehr schnell genug regenerieren und unsere Wiederaufforstungen sollen dem entgegenwirken.

So breitet sich die Wüste Sahara jedes Jahr um ca. 12 km nach Süden aus und vernichtet wichtiges Ackerland (siehe Wikipedia). Dieser Desertifikation stellen wir uns entgegen, indem wir mit den Menschen vor Ort Projekte zur Wiederaufforstung der Baumbestände ins Leben gerufen haben.

Unser erstes Pilotprojekt wurde 2013 in der äthiopischen Stadt Kombolcha mit Schülern einiger Schulen umgesetzt. Hierbei bauten Schüler Gemüse zum Eigenverzehr und Verkauf an. 2014 und 2015 starteten wir weitere Pilotprojekte zur Aufforstung in Bahir Dar und den Bezirken Dassra-Sebato und Tissabay.

Vorgehensweise bei der Wiederaufforstung

Welche konkreten Maßnahmen sind nötig, um die Wiederaufforstung voranzutreiben? In erster Linie ist eine Koordination mit den örtlichen Behörden und den Gemeinden vor Ort wichtig.

Wo wirkt die Wiederaufforstung?

Die Ausbreitung der Wüsten in Afrika stellt ein sehr großes Problem für die Bauern in Äthiopien dar. Wichtiges Ackerland wird vernichtet und Existenzen dadurch gefährdet. Hinzu kommt, dass die meisten Häuser aus Holz bestehen und Holzkohle ein wichtiger Brennstoff ist. Durch die Abholzung der vorhandenen Wälder ist dieser Brennstoff rar geworden. Durch die Wiederaufforstung wird nicht nur das Ackerland geschützt, sondern auch neues Bau- und Brennmaterial erzeugt. Die Feuchtigkeit wird in der Erde gehalten. Ohne den Schatten der Bäume würden die Sonneneinstrahlung und der Wind den Boden austrocknen. Projekte dieser Art könnten nicht nur im großen Anbau sondern z.B. auch in Vorgärten von Schulen realisiert werden. 

Wie funktioniert die Wiederaufforstung?

Zuerst muss ein geeignetes Gebiet zur Aufforstung gefunden und das Projekt mit der Landesregierung abgestimmt werden. An Hängen müssen Terrassen angelegt werden. Dann werden in einer eigenen Baumschule die Setzlinge der Bäume für die neuen Wälder gezogen. Diese müssen dann per LKW – aber sehr oft auch zu Fuß auf dem Rücken der Bauern – zu den Gebieten transportiert und gepflanzt werden.

Aktuelle Entwicklung!

Vorübergehend ruhen aufgrund der unsicheren politischen Lage die Projekte zur Wiederaufforstung. Wir werden sie in absehbarer Zeit wieder weiterführen und informieren darüber auf dieser Webseite. Die Unterstützung der Frauen läuft ungehindert weiter.